Frankfurt, 24. März 2011 – In der chinesischen Medizin ist die Ernährung sowohl als Krankheitsfaktor bekannt als auch eine gute Möglichkeit der Behandlung. Heilkräuter, entsprechend der Kräutertherapie bzw. Kräuterlehre der Chinesischen Medizin, sowie eine bewusste Ernährung können Beschwerden und Stress dauerhaft lindern.

Für die zeitgemäße wie traditionelle chinesische Medizin (TCM) gilt: Im Bauch findet die Verdauung statt. Das Organ, das für diesen Vorgang zuständig ist, heißt in der chinesischen Medizin "Milz / Magen" oder auch nur "Mitte". Diese Mitte muss – nach der Lehre der Chinesischen Medizin – alles, was der Mensch von außen aufnimmt, verarbeiten, nach brauchbar und unbrauchbar sortieren, verteilen, speichern oder ausscheiden: also Nahrung - aber auch Informationen, Reize, Konflikte und Stress. Diese Sichtweise der chinesischen Medizin ist uns Menschen in der westlichen Welt übrigens gar nicht so fremd. Auch bei uns heißt es sprichwörtlich im Zusammenhang mit Ärger und Stress: „Er frisst etwas in sich hinein“. Ebenso muss die Mitte auch das verarbeiten, was der Mensch bereits in seinem Körper gelagert hat.

In der Chinesischen Medizin gehört die Mitte zur Wandlungsphase Erde. Eine gute Erde ist weder nass noch ausgetrocknet. Sie ist leicht, aufnahmefähig und durchlässig. Verliert die Mitte ihre natürlichen Eigenschaften, so kann der Mensch verstärkt unter Beschwerden leiden, z.B. Schwellungen, Verschleimungen, Schweregefühl, Grübeln, Konzentrationsstörungen oder Verdauungsstörungen.

Der Mensch ist heute häufig überlastet von dem Vielen, was er aufnehmen muss (Überangebot an Nahrung, Informationsflut, Fernsehen und PC-Arbeit etc.). In der chinesischen Medizin sprechen wir dann von einer Mitte, die überfordert ist. Diese schwache Mitte kann z.B. die Umwandlung und den Transport der Flüssigkeiten nicht mehr gut durchführen.

Übertragen auf das Bild der Erde in einem Blumentopf würde dies bedeuten, die Erde ist verbacken und schlammig geworden. Der Blumenfreund lockert jetzt die Erde auf, damit sie wieder durchlässig und aufnahmefähig wird und die Staunässe besser abdampfen kann.

In der Kräutertherapie der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) bewirkt das „Lockern der Erde“ - im übertragenen Sinne - die Einnahme der Atractylodis-Wurzel. Die Massen, die sich durch Überdüngung angesammelt haben, werden durch die Atractylodis-Wurzeln für die Verdauung wieder zugänglich gemacht.

Auch der Gewebestoffwechsel ist eine Aufgabe der Mitte. In jeder Zelle des Körpers findet beständig Stofftransport, Umsatz, Ernährung und Ausscheidung statt. Die Wirkung der Atractylodis - Wurzel erreicht auch Stoffansammlungen, Schwellungen, Verschleimungen und verschiedene rheumatische Erkrankungen.

Übermäßige Feuchtigkeit im Körper könnte in der chinesischen Medizin diagnostiziert werden bei z.B. dickem weißen Zungenbelag, geschwollener Zunge mit Zahneindrücken, Verdauungsstörungen (häufig wird die Diagnose Darmpilz gestellt), Müdigkeit, Schweregefühl des Körpers, dumpfe bandförmige Kopfschmerzen, oft Hautekzeme mit Bläschen.

In der chinesischen Medizin ist Ernährung sowohl als Krankheitsfaktor bekannt, als auch eine gute Möglichkeit der Behandlung. Wie die Heilkräuter, so sind auch die Nahrungsmittel nach der energetischen Wirkung auf den Körper eingeteilt; d.h. wie sie auf den Körper wirken (z.B. erwärmend, kühlend, trocknend, befeuchtend, zerstreuend, bewegend etc.). Bei den oben genannten Beschwerden sollten Nahrungsmittel, die viel Feuchtigkeit im Körper bilden (Fettes, Süßes, Rohes, Milchprodukte) gemieden werden: z.B. Alkohol, weiße Schokolade, Walnüsse, süßer Wein, Sardinen, Haselnüsse, Mandeln, Sesamöl, Datteln, brauner Zucker, Honig, Sirup, Distelöl, Käse, Avokado, Zucker, Himbeeren, Erdnussöl, Sonnenblumenöl, Marmelade, Hopfenbier, Gans, Quark, Banane, rohes Müsli, Yoghurt, rohes Getreide, Eiscreme.

Rezepturen zum Ausleiten der angesammelten Schlacken enthalten in der Regel noch weitere Arzneipflanzen (z. B. Kürbissamen oder chinesische Hiobstränensamen, lat. Semen Benencasae oder Semen Coicis), die die Ausleitung über Blase, Darm oder die Schleimhäute der Atmungsorgane fördern.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der chinesischen Medizin. Individuelle Beratung zur Ernährung und Kräutertheraopie, kann nur nach einer ausführlichen Befragung (Anamnese) und der für die chinesische Medizin typischen Zungen- und Pulsdiagnose erfolgen, sprich: der Erstellung einer chinesischen Diagnose.

Weitere Informationen zur Chinesischen Medizin Sie im Internet:

http://www.praxis-dr-schott.de/leistungsangebot/chinesische-medizin.html

Ihre
Monika Hornbach

Ärztin
Zeitgemäße und Traditionelle Chinesische Medizin, Ernährungsberatung, Kräutertherapie, Klassische Akupunktur, Shonishin

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