Frankfurt, 5. Mai 2011 - Viele Frauen leiden in den Wechseljahren (Klimakterium) unter typischen Beschwerden wie Hitzewallungen, übermäßiges Schwitzen, Herzklopfen, Gereiztheit, trockenen Mund oder Schlaflosigkeit. Die Lehren der Chinesischen Medizin bieten hier Methoden, die diese Beschwerden lindern können und damit während der Wechseljahre Ihre Lebensqualität verbessern.

Aus Sicht der Chinesischen Medizin:
Warum leiden Frauen in den Wechseljahren oftmals unter typischen Beschwerden

Der Funktionskreis Niere gewährleistet die Reproduktionsfähigkeit des Menschen, also auch die Gebärfähigkeit, die im Klimakterium verloren geht. Nach Sichtweise der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) findet in Übereinstimmung mit dem 7-Jahreszyklus der Frau im 49.Lebensjahr ein sprunghaftes Nachlassen der Nieren-Energie (insbesondere auf der Yin-Seite), des Chong-Mai (Meridian, der die Gebärmutter und die Menstruation beeinflusst) und des Ren-Mai (Haupt-Yin-Meridian, der die Menstruation und die Fruchtbarkeit beeinflusst) statt. Damit kommt es zur allgemeinen Abnahme des Yin, sowohl in Nieren als auch in der Leber und im Herzen.

In meiner Praxis für zeitgemäße und traditionelle Chinesischen Medizin sehe ich meist weniger Frauen mit einem absoluten Yin-Mangel. Vielmehr liegt bei vielen Frauen ein Defizit an verfügbaren Yin-Energien vor, d.h. einen Mangel an Bewegung und Dynamik in den Säften (Blut und Körpersäfte wie Lymphe, Zwischenzellflüssigkeit, Speichel und Schweiß). Stauungen der Säfte führen zu den bekannten Symptomen – zu einer „Leere nach dem Stau“. Dieses begründet dann vorübergehende, manchmal auch lang andauernde und quälende Anpassungsschwierigkeiten des gesamten Organismus – und damit die typischen Beschwerden der Wechseljahre.

Den Beschwerden der Wechseljahre können Sie mithilfe der Lehren der Chinesischen Medizin entgegen wirken!

Die bekanntesten Beschwerden in den Wechseljahren (Klimakterium) sind  Hitzewallungen, das Gefühl von Hitze, übermäßiges Schwitzen (insbesondere Nachts, der Zeit des Yin), Herzklopfen, Nervosität, Gereiztheit, Überempfindlichkeit, trockener Mund, Schlaflosigkeit, wilde Träume, Hitze in den 5 Flächen (Handflächen, Fußsohlen und Brustkorb). Und auch die gefürchtete Osteoporose, die Verdünnung der Knochenstruktur mit erhöhter Anfälligkeit für Knochenbrüche, ist ein derartiges Mangelsymptom.

Wie können Ihnen die Lehren der Chinesische Medizin in den Wechseljahren helfen?

Am Wichtigsten ist zu vermeiden, was zum Yin – Mangel führt:

- emotionaler Stress (Befürchtungen, Angst, Qual, Kummer, Sorgen)- Überarbeitung (lang anhaltende Arbeit ohne entsprechende Erholung, Nachtschichten) 

- viele Geburten in kurzen Abständen

Wie kann ich die Säfte bewegen?                                                               

- Aktivieren Sie den Energieflusses durch Qi Gong oder Tai - Qi                   

- Treiben Sie täglich ca. 15-20 Minuten Sport, um das Schwitzen nicht den Hitzewallungen zu überlassen

Was soll ich essen? 

Eine gesunde Ernährung, die insbesondere die Mitte stärkt ist von großer Bedeutung, da bei schwacher Mitte die Energiereserven, die in der Niere gespeichert sind angegriffen werden. Weitere Informationen Ernährungsberatung, gesunde Ernährung entsprechend der Chinesischen Medizin finden Sie hier.

Nieren-Yin stärkend: am intensivsten durch Innereien und Fleisch mit Knochen, außerdem durch Walnüsse, schwarzen Sesam, Wasserkastanien, Süßkartoffeln, schwarze Sojabohnen und Linsen.

Mit rein vegetarischer Kost steigt die Gefahr einer Mangelversorgung des Nieren-Yin.
Die zum Übergewicht neigende Frau sollte sich ausreichend warm ernähren, hierbei jedoch feuchtigkeits- und schleimbildenden Nahrungsmitteln vermeiden.

Den Calciumbedarf von 500-1000 mg empfehle ich mit Brausetabletten bzw. arzneilichen Zubereitungsformen zu decken.

Dünne Frauen sollten sich ebenfalls ausreichend  warm ernähren und darüber hinaus kleine Mengen von Lamm-, Hammel-, Hühnerfleisch sowie gelegentlich kleine Mengen an Lammnieren oder Hühnerleber zu sich nehmen. Sie profitieren auch von Milchprodukten. Zusätzlich können die schon oben genannten Lebensmittel das Nieren-Yin stärken. Im Winter ist eine chinesische Kraftbrühe immer wieder mal zu empfehlen. Alle Frauen im Klimakterium sollten zu scharfes und zu salziges Essen meiden.

Was kann ich noch tun?

- Tägliche Massage des Nieren-Quell-Punktes (auch für reifere Männer)             

- Tägliche Atemübung, die das Qi zu den Nieren führt 

Sollten die aufgeführten Maßnahmen zu keiner Linderung Ihrer Beschwerden führen, habe ich gute Erfolge in der Behandlung von Beschwerden in den Wechseljahren mit Akupunktur und/oder Kräutertherapie erzielen können. Nach einer ausführlichen Anamnese mit Puls- und Zungendiagnose, stelle ich Ihnen gerne Ihre individuelle Therapie zusammen.

Weitere Informationen zur Chinesischen Medizin Sie im Internet:

www.chinesische-medizin-frankfurt.com

Ihre
Monika Hornbach

Ärztin
Zeitgemäße und Traditionelle Chinesische Medizin, Ernährungsberatung, Kräutertherapie, Klassische Akupunktur, Shonishin

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